Ein Welpe zieht ein – Die ersten Tage voller Freude, Chaos und Herzmomente 🐶💛
Es ist so weit: Ein Hund zieht ein! Kaum etwas ist so aufregend und emotional wie der Moment, in dem ein kleiner Hund zum neuen Familienmitglied wird. Zwischen Vorfreude, Nervosität, dem Rascheln kleiner Pfoten und diesen großen, treuen Augen liegt eine Erfahrung, die das Leben verändert. Doch damit aus den ersten Tagen keine Überforderung, sondern eine wunderschöne Zeit wird, lohnt sich etwas Vorbereitung und ganz viel Gelassenheit.
Vor dem Einzug: Was du unbedingt bereitstellen solltest
Damit dein Welpe sich vom ersten Moment an wohlfühlt, solltest du ein paar Dinge parat haben:
- Körbchen oder Hundebett
- Halsband/Geschirr & Leine
- Wasser- & Futterschüssel
- Welpenfutter (am besten vorerst das, was er auch beim Züchter / Tierschutz bekam)
- Spielzeug: Etwas zum Kauen, etwas zum Zerren, etwas zum Kuscheln.
- Welpenunterlagen oder alte Handtücher – Unfälle passieren!
- Transportbox oder -tasche
Viele, was man anfangs benötigt, hab ich für dich unten in eine Liste gepackt.
Die erste Nacht – Nähe ist erlaubt
Viele Welpen fiepen in der ersten Nacht. Das ist kein „Erziehen wollen“, sondern schlicht Sehnsucht nach Wärme und Sicherheit. Stell das Körbchen in deine Nähe: ins Schlafzimmer oder an die Schlafzimmer-Tür. Manche legen die Hand ins Körbchen, bis der Welpe einschläft.
Ich habe die erste Nacht damals bei ihm im Wohnzimmer geschlafen.
Und ja: Ein Welpe muss nachts oft raus. Das gehört dazu und wird besser, versprochen.
Sauberkeitstraining – Geduld ist das Geheimnis
Eine einfache Faustregel: Nach dem Schlafen, Spielen, Fressen sofort hinaus.
Lobe übertrieben, wenn er draußen macht, aber ohne Druck. Strafen sind völlig sinnlos, ein Welpe versteht erstmal nur Bestärkung, niemals Vorwürfe.
Bindung statt Gehorsam: Die ersten Tage prägen
In den ersten Tagen geht es nicht um Sitz, Platz und Fuß.
Es geht um Bindung, Vertrauen, Sicherheit.
- Viel Körperkontakt (wenn der Welpe will)
- Ruhiges Miteinander
- Langsames Heranführen an alltägliche Situationen
Ein Welpe muss nicht alles sofort lernen. Aber er soll lernen:
„Mein Mensch ist mein sicherer Hafen.“
(Zur Erziehung gehe ich in diesem Beitrag genauer ein.)
Die ersten Abenteuer : Weniger ist oft mehr
Zu viel Besuch, zu viele Ausflüge, zu viele Menschen überfordern schnell. Kurz, ruhig, positiv ist die Devise.
Besonders wichtig:
- keine Hundewiesen am Anfang
- keine wilden Spielkontakte
- keine Treppen und kein hohes Springen (wegen der Gelenke)
Kleine Spaziergänge, kurze Erkundungstouren im Garten oder in der Nähe reichen völlig aus.
Fazit: Es wird chaotisch, lustig und wunderschön
Ein Welpe zieht nicht einfach nur ein.
Er verändert den Alltag. Er bringt Haare auf schwarzen Hosen, Bissspuren in Lieblingsschuhe. Und so unglaublich viel Liebe.
Es wird Momente geben, in denen du müde bist.
Und Momente, in denen dieses kleine Wesen deinen Blick sucht, da spürst du, dass es sich gelohnt hat.
Ein Welpe ist kein Projekt. Kein Hobby, es ist ein Lebewesen, eine Entscheidung. Er ist ein neues Familienmitglied.
Mit Herz, Vertrauen und Geduld wird aus euch ein echtes Team.
Ich wünsche ein tolles erstes Beschnuppern!
Pro-Tipp: Bitte lass dir vom Züchter oder Tierschutz ein Tuch oder eine kleine Decke mitgeben, die nach dem bisherigen Zuhause riecht. Dieser vertraute Duft schenkt dem Welpen in den ersten Tagen unglaublich viel Sicherheit und Geborgenheit.
Hast du wirklich schon alles vorbereitet? Schau mal in die Liste rein ;-)
Ideenliste für Welpenstart
Ein kuscheliger Schlafplatz
Ein eigener, weicher Platz gibt dem Welpen das Gefühl von Sicherheit und Ankommen. Er ist wie ein kleines Nest, in dem man die große neue Welt erstmal in Ruhe verarbeiten darf.
Liebevolles Spielen
Ein Welpe lernt die Welt über das Spiel kennen.
Spielen bedeutet für ihn Vertrauen, Nähe, Mut, Selbstbewusstsein und Freude am Miteinander.
Es ist nicht „nur Spielzeug“, es ist die Sprache der Verbindung zwischen euch.
Kauspielzeug
Eine echte Erleichterung
Vor allem in den ersten Tagen, wenn der kleine Körper noch nicht verstanden hat, wie das alles mit draußen klappt. Sie helfen, Ruhe und Geduld zu bewahren – und nehmen dem Welpen den Druck, alles sofort perfekt machen zu müssen.
Welpenunterlage
Welpen-Geschirr (weich & leicht)
Das Geschirr sollte zart am Körper liegen und nicht drücken. In den ersten Wochen geht es darum, gemeinsam die Welt zu entdecken, nicht um Perfektion. Achte darauf, das Reflektoren vernäht sind.
Gassi-Set
Buch für Welpeneinsteiger
Ein Welpe verändert nicht nur den Alltag, sondern auch das Herz. Plötzlich wird jeder kleine Moment zu etwas Besonderem – weil man ihn gemeinsam erlebt.
Das Buch
Schön striegeln
Haben wir auch zu Hause, super praktisch, besonders für die Unterwolle.
Bürste
Kotbeutel
(ja, das gehört dazu 😉)
Liebe zeigt sich auch in Verantwortung. Und jeder Spaziergang ist eine kleine Geschichte, die ihr gemeinsam schreibt.
Spielzeugkiste
Die ersten Spielzeuge werden nicht ewig überleben. Und selbst nach 10 Jahren gibt es bei uns eine Spielzeugkiste, aus der immer genau ein bestimmtes „Lieblingsspieli“ herausgefischt wird.
Spielzeugkiste
Shampoo für Welpen
Nicht für jeden Tag, sondern für die Momente nach „ich bin voller Schlamm, aber es hat SO Spaß gemacht!“. Sauberwerden darf trotzdem sanft bleiben.
Zur Fellpflege
Badebürste
Um alles auch schön einzumassieren empfehle ich eine Brüste - es geht auch mit den Händen, find ich aber oft semigut.
Autogurt
Ein Hund soll nicht nur sondern muss im Auto gesichert sein. Verbinden mit einem Geschirr eine super Option.
Autogurt
Autogitter
Auch im Kofferraum gehört Sicherung dazu, hierfür kann man ein Schutzgitter verwenden.
Transportsitz
Besonders für Welpen und kleinere Hunde ist der Transportsitz eine praktische Wahl im Auto.
Transportsitz
Futter und Wasser
Schlichte, stabile Näpfe reichen völlig. Was zählt ist, dass der Welpe ganz in Ruhe trinken und fressen kann, ohne dass alles verrutscht
Leuchtbänder
Besonders für Spaziergänge in der Dämemrung oder im Dunkeln sind leuchtende Halsbänder sehr sinnvoll
Leuchtbänder